Silver Linings


Silver Linings - Hauptplakat - Senator FilmEinen romantischen, komödiantischen und zu Herzen gehenden Liebesfilm hat Regisseur David O. Russell mit „Silver Linings“ auf die Leinwand gebracht. Entscheidenden Anteil haben die Hauptdarsteller Bradley Cooper und Jennifer Lawrence – nach „Winters Bone“ ein weiterer starker Auftritt der Newcomerin. Mit von der Partie, Robert de Niro in einer Nebenrolle. Ein lohnender Gang ins Kino – gerade jetzt im Winter.

OT: Silver Linings Playbook

USA 2011

Regie: David O. Russell

Buch: David O. Russell, nach einer Erzählung von Metthew Quick

Darsteller: Jennifer Lawrene, Bradley Cooper, Robert de Niro

Länge: 122 Min.

Verleih: Senator Film / Copyright für Plakatabbildung

In dem Film geht es streckenweise laut und temperamenvoll zu. Nicht von ungefähr, ist doch vieles bei den Protagonisten aus dem Ruder gelaufen. Wunden müssen geleckt werden  – und  Schicksalschläge verarbeitet. Da wäre Pat Solatano (Bradley Cooper), der all das verloren hat, was sein bisheriges Leben ausmachte: Haus, Job und seine Frau Nikki (Brea Bee). Er muß seine plötzlich ausbrechenden Wutanfälle im Zaum halten. Noch komplizierter wird es, als er Tiffany (Jennifer Lawrence) trifft. Die rätselhafte Frau hat ihren Mann verloren und kämpft seitdem mit Depressionen. Aber Tanzen liebt sie, eine geeignete Therapieform, wie sie findet. Die innere Leere bekämpft sie mit belanglosem Sex.

Und auch Pats Eltern (Jacki Weaver, Robert de Niro) haben ihre Macken. Besonders der Vater mit seinen zwanghaften Anwandlungen, wenn es um die Spiele der örtlichen Footballmannschaft von Philadelphia geht. Wenn dann noch die wettverrückten Nachbarn hereinschauen oder Pats ehemaliger Mitpatient Danny (Chris Tucker) aus der Psychiatrie, kommt das Neurosenkarussell richtig in Fahrt.

Pat hofft dagegen, daß seine Frau wiederkommt Er darf sich – auf richterliche Anordnung – seiner Ex nicht nähern, hat er doch ihren neuen Partner krankenhausreif geprügelt. Tiffany hat er die Rolle der Briefüberbringerin zugedacht. Dafür trainiert er sogar mit ihr Tanzfiguren. Ziel ist die Teilnahme an einem Tanzturnier. Ob sie das überhaupt erreichen? Der Weg dahin ist jedenfalls mit lautstarken, verletzenden Auseinandersetzungen – nicht ohne  Witz – gepflastert . Dank der schauspielerischen Leistungen von Jennifer Lawrence und Bradley Cooper gelingt dies glaubwürdig und berührend. Vor allem die junge Jennifer Lawrence („Winters Bone“) ist weiter auf dem Weg nach oben.

Irgendwann im Laufe des Films kommen dem Zuschauer die Figuren auch ganz nahe. Man beginnt sie zu mögen und wundert sich, was und wer eigentlich „normal“ oder „verrückt“ sein soll. Die Grenzen verschwimmen allmählich, die Protagonisten und wir sehen tatsächlich Silberstreifen am Himmel – in einer schrägen Mischung aus Drama, Komödie und Liebesgeschichte.

Heinz-Jürgen Rippert

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Über heinzjuer13

Film- und Musikfan, Naturfreund
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