Unter dem Regenbogen


Unter dem Regenbogen -Hauptplakat. Copyright: Film Kino Text

Unter dem Regenbogen -Hauptplakat. Copyright: Film Kino Text

Mittlererweile sind sie aus dem französischen, aber auch europäischen Filmbetrieb einfach nicht mehr wegzudenken: Regisseurin Agnès Jaoui und Drehbuchautor Jean-Pierre Bacri, die nebenbei als Darsteller in ihren Filmen mitwirken. Ihr neuer Streifen „Unter dem Regenbogen“ ist wieder mal ein raffiniertes Stück Boulevardtheater. 

OF: Au bout du conte

Frankreich 2013

Regie: Agnès Jaoui

Buch: Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri

Darsteller: Agathe Bonitzer, Arthur Dupont, Jean-Pierre Bacri, Agnès Jaoui, Benjamin Biolay

Länge: 112 Minuten

Verleih: Film Kino Text

Kinostart: 19. September 2013

Wenn das eingespielte Team Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri sich einen neuen Film ausdenkt und den in Szene setzt, sind auf jeden Fall kleine Kabinettstückchen zu erwarten mit einigem hintergründigen Witz. Das Erfolgsduo hat mit „Unter dem Regenbogen“ wiederum diese Erwartungen erfüllt. Unterhaltsames, amüsantes Boulevard-Theater im Kino, das auch zum Nachdenken anregt.

„Unter dem Regenbogen“ ist ein Episodenfilm, der – parallel erzählt – Märchenmotive mit Alltagshoffnungen und -ängsten konfrontiert. Das Sammelsurium unterschiedlicher Charaktere muß sich mit entsprechenden Situationen auseinandersetzen. Da ist Marianne (Agnès Jaoui) eine arbeitslose Schauspielerin, die sich von ihrem Mann getrennt hat und nun bei Pierre (Jean-Pierre Bacri) Fahrstunden nimmt. Sie arbeitet wenigstens in einem Kindertheater. Ein weiteres Problem: Sie hält sich für unfähig,  jemals alleine ein Auto steuern zu können. Pierre hält das für Quatsch. Erwachsene müssten doch ihre Ängste im Griff haben. Sein Problem: Er selbst fürchtet sich vor dem herannahenden 14. März. Das wäre sein Todestag – hat ihm jedenfalls mal eine Wahrsagerin prophezeit.

Mariannes Nichte Laura (Agathe Bonitzer), gerade auf einem Religionstrip, läuft ihrer ersten großen Liebe in Gestalt von Sandro (Arthur Dupont) über den Weg. Der junge Mann studiert Musik mit dem Berufsziel Komponist, ist aber zu unsicher und hat kein Geld. Dann gibt es noch den einsamen Wolf, sprich der gut aussehende Maxime Wolff (Benjamin Biolay) – vielleicht die bessere Alternative?

Realität wie Märchen. Überall gibt es Zeichen, die  nur richtig gedeutet werden wollen. Zauber, Wünsche, Sehnsüchte und ein Happy End? So einfach machen es Jaoui/Bacri einem nicht. Aber es ist unbestreitbar wieder einmal ein kleines cineastisches Vergnügen.

Heinz-Jürgen Rippert

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Über heinzjuer13

Film- und Musikfan, Naturfreund
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