Inside Llewyn Davis


DVD – seit April im Handel

Die Brüder Ethan und Joel Coen haben mit „Inside Llewyn Davis“ einen weiteren Meilenstein in ihrem Werk geschaffen. Im Mittelpunkt stehen bei Ihnen stets Außenseiter. Hier ist es der hoffnungsvolle Folkmusiker Llewyn Davis, der im Jahre 1961 krampfhaft versucht, die Musikszene im New Yorker

Inside Llewyn Davis Plakat - Copyright Studiocanal

Inside Llewyn Davis
Plakat – Copyright Studiocanal

Greenwich Village aufzumischen. Der Kern des Problems: Das junge Talent ist zur falschen Zeit am falschen Ort. Ein paar Monate später startet dort ein nuschelnder, schlaksiger Sänger eine Weltkarriere: Bob Dylan. Aber das ist eine andere Geschichte.

USA/Frankreich 2013

Buch + Regie: Joel & Ethan Coen

Darsteller: Oscar Isaac, Justin Timberlake, Carey Mulligan, John Goodman, F. Murray Abraham

Musik: T Bone Burnett

Länge: 104 Minuten

Verleih: Studiocanal

Llewyn Davis (Oscar Isaac) hat bereits ein Soloalbum herausgebracht, in kleiner Auflage. Doch es verkauft sich schlecht. Seine abendlichen Auftritte im New Yorker Musikclub bekommen allenfalls höflichen Applaus. Und Geld ist so gut wie nicht vorhanden. Llewyn hat auch keine Wohnung, muß bei Freunden übernachten, je nach dem.

Zudem ist er jetzt alleine. Sein Freund und Mitspieler hat sich von der George-Washington-Bridge gestürzt und andere Freunde gehen zunehmend auf Abstand zu ihm. Llewyns Befindlichkeiten im Umgang mit ihnen sind, gelinde gesagt, nicht so anziehend und vertrauenserweckend. Zunehmende Einsamkeit bauen seine Ängste vor der Umgebung eher auf als ab. Und Llewyn baut da fleißig mit.  Das Verhältnis zu seiner Freundin (Carey Mulligan) artet bei ihr in Verbitterung aus, denn er hat sie geschwängert. Mit Kindern hat Llewyn – man ahnt es schon – natürlich auch seine Probleme. Nur mit einer Katze aus der Nachbarschaft, die er pflegen soll, kommt er etwas besser zurecht, obwohl sie ihm ständig abhaut. Sie taucht aber immer wieder auf. Vielleicht gelingt das dem Musiktalent auch einmal.

Llewyn Davis ist also ein richtiger Antiheld, ein Verlierer, nur halten die Coen-Brüder ihre schützende Hand über ihn. Sie mögen in ihren Filmen stets die Außenseiter mit all ihren Macken, und vergessen nie eine Prise Humor. Man denke nur an den genialen Auftritt John Goodmans als bekiffter Jazz-Musiker.

Auch wenn es eigentlich überflüssig ist, den wundervollen Soundtrack zu erwähnen, sei er jedem Freund handgemachter, authentischer Musik zu empfehlen. Die Musik und die Atmosphäre in den Musikklubs ist einfach klasse.

Heinz-Jürgen Rippert

 

 

 

 

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Über heinzjuer13

Film- und Musikfan, Naturfreund
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