Asterix im Land der Götter


Asterix im Land der Götter - Universum Film

Asterix im Land der Götter – Universum Film

Junge und alte Asterix-Fans können sich freuen, ein neuer Animationsfilm ihres kleinen Helden kommt nun in die Kinos. Basierend auf dem Comic-Band „Die Trabantenstadt“ von 1971, verarbeitet der Stoff heute noch ganz aktuelle Themen wie Gentrifizierung und Naturzerstörung. Natürlich müssen dabei römische Soldaten wieder mal durch die Luft fliegen – diesmal in 3D

OT: Astérix: Le Domaine des Dieux

Frankreich/Belgien 2014

Regie: Louis Clichy, Alexandre Astier

Buch: Alexandre Astier

Deutsche Stimmen: Milan Peschel, Charly Hübner, Martin Umbach, Thomas Rau

Länge: 85 Minuten

Verleih: Universum Film

Kinostart: 26. Februar 2015

Daß Julius Caesar diesem kleinen gallischen Dorf samt seiner widerspenstigen Bewohner endlich den Garaus machen will, kann man sich gut vorstellen. Jetzt versucht er es mit einer ganz neuen Strategie: Dem Bau von Luxuswohnungen rund um das Dorf, weswegen etliche Bäume gefällt werden sollen. Damit wird das gesamte Gebiet dem römischen Imperium einverleibt und der gallische Lebenstil nach und nach untergehen.

Die Thematik müßte uns irgendwie bekannt vorkommen. Gentrifizierung mit gleichzeitiger Naturzerstörung. Kulturelle Eigenheiten vor der Nivellierung. Kommerzialisierung inklusive steigender Preise. Die gallischen Händler werden allmählich gierig, lernen sie doch, wie man Preise hochtreibt – siehe Fisch, der plötzlich dreimal soviel kostet wie vorher.

Dann wollen die Sklaven, die als Bauarbeiter die Häuser hochziehen müssen, gerecht bezahlt werden. Tarifverhandlungen werden aufgenommen. Schließlich ziehen gallische Dorfbewohner in die neuen Apartments. Asterix muß sich etwas einfallen lassen …

Soweit hält sich Alexandre Astiers Drehbuch dicht an die Original-Vorlage. Comic-Fans müssen sich in dieser 3D-Fassung an die puppenhaft wirkenden Figuren erst gewöhnen. Sie wirken teilweise aufgeblasen, weniger kantig. Das Eintauchen in den Wald ist eindrucksvoller. Und es macht Spaß, den Wildschweinen und Römern beim Fliegen zuzusehen. Das könnte drastischer gestaltet sein. Ein Römer, der direkt auf einen zufliegt. Das wäre doch etwas. Eine 3D-Produktion muß eben nicht automatisch besser sein. Dem subversiven Spaß tut es dennoch keinen Abbruch.

Heinz-Jürgen Rippert

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Über heinzjuer13

Film- und Musikfan, Naturfreund
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