Shaun das Schaf


Shaun das Schaf - Studiocanal

Shaun das Schaf – Studiocanal

Endlich bekommt Shaun, das Schaf einen eigenen Film, spielt die Hauptrolle in einem der berühmten Knetgummi-Geschichten der britischen Aardman Studios, die schon vor 25 Jahren mit den „Wallace & Gromit“-Stories Furore machten. Das Schaf braucht einfach mal eine Auszeit, mal einen Tag weg vom Bauernhof und möchte mit den Kumpels der Herde mal raus – und landet unfreiwillig in der Stadt. Komisch, irrwitzig und liebenswürdig

OT: Shaun The Sheep Movie

Großbritannien/Frankreich 2015

Buch + Regie: Richard Starzak, Mark Burton

Länge: 85 Minuten

Verleih: Studiocanal

Kinostart: 19. März 2015

Shaun das Schaf ist eine Figur, die schon 1995 das Licht der Kinowelt erblickte. Die Kreativwerkstatt in Bristol hatte ein paar Jahre zuvor mit „Wallace & Gromit“ Furore gemacht und holte das Knetschaf aus der Kinderfernsehkiste heraus. Denn Shaun hat als Kinderfernsehstar schon längst weltweit kleine (und große) Fans erobert. In 180 Ländern lief die Trick-Serie mit Erfolg. Immer perfektere Computeranimationen wie in den USA interessieren die Aardman-Macher um Richard Starzak und Mark Burton überhaupt nicht. Sie setzen lieber auf das konventionelle Stop-Motion-Verfahren, bei dem etwa zweieinhalb Minuten pro Woche produziert werden können.

Also der – in heutiger Zeit – etwas andere Trickfilm aus England gilt als Gegenpol zu den immer perfekter gestalteten High-Tech-Animationen aus den USA. Die Figuren besitzen einfach einen unwiderstehlichen Charme. Klingt bei Plastilin-Geschöpfen komisch, ist aber so. Gesprochenes wird man nicht hören, nur Soundeffekte und Musik.

Shaun, der kleine wuschelige Held, lebt mit der kleinen Schafherde, dem Hund Bitzer und einigen Schweinen auf einer kleinen Farm. Durch einigen Schabernack gerät der Bauer unfreiwillig in die Großstadt, baut mit seinem Wohnwagen einen Unfall und verliert auch noch sein Gedächtnis. Vorbei ist es vorerst mit der Beschaulichkeit. Es folgt eine Kette irrwitziger und komischer Situationen, denn die Schafe wollen ihren Bauern zurück. Die Schweine haben nämlich das Zepter auf der Farm übernommen und benehmen sich entsprechend. Und da treibt noch ein brutaler Tierfänger sein Unwesen in der Stadt.

Alles ist Slapstick pur. Details sind liebevoll geformt. Dialoge vermißt man deshalb gar nicht, braucht man auch nicht, den hintergründigen Humor spürt man ganz ohne Worte – wie bei einem Stummfilm. „Shaun das Schaf“ ist einfach ein herzerfrischendes, kleines Kinojuwel, geknetet für alle Generationen.

Heinz-Jürgen Rippert

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Über heinzjuer13

Film- und Musikfan, Naturfreund
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