The Gunman


The Gunman - Studiocanal

The Gunman – Studiocanal

Man glaubt es kaum, Sean Penn ist mittlerweile 55 Jahre alt und strotzt nur so von Proteinen und Steroiden. Fitness, Muskeln und Action ohne Ende. Da kommt der Zuschauer aus dem Staunen nicht mehr raus. In „The Gunman“ gibt er im Kongo erst den Söldner, dann den Flüchtigen, danach den Brunnenbauer, wieder den Flüchtigen, den Rächer, und verliebt ist er auch noch

Spanien/Großbritannien/Frankreich 2015

Regie: Pierre Morel

Buch: Don MacPherson, Jean-Patrick Manchette

Darsteller: Jean Penn, Idris Elba, Javier Bardem, Ray Winstone, Mark Rylance, Melina Matthews, Jasmine Trinca

Länge: 115 Minuten

Verleih: Studiocanal

Kinostart: 30. April 2015

Sean Penn verkörpert in diesem Film den Killer und Söldner, früher Elitesoldat,  Jim Terrier, der im Kongo eingesetzt ist, um den dortigen Bergbau-Minister zu töten. Das gelingt ihm auch. Dann muß er flüchten und seine Freundin Annie (Jasmine Trinca) zurücklassen, um die sich sein Vorgesetzter Felix (Javier Bardem) kümmern soll. Eine Aufgabe, die dieser nur allzugerne annimmt.

Das Geschehen wird rasant, brachial präsentiert, ohne Zwischentöne. Körperlichkeit und Perfektion ist alles. Man muß doch die durchtrainierten und gestählten Muckis zeigen – immer in Großaufnahme. Hauptsache es ist spannend und schußfreudig.

Nach einigen Jahren kommt Terrier zurück – als Entwicklungshelfer, der Brunnen baut. Daß seine Freundin ihm dabei wieder über den Weg läuft, war eigentlich zu erwarten. Allerdings gibt es da noch drei Männer, die ihn töten wollen. Terrier muß sich also weiter durch die Geschichte schießen. Die wieder in europäischen Gefilden spielt, in Barcelona und London. Na, trainiert hat Sean Penn ja genug für die Rolle. Man bekommt das ständig vor Augen geführt.

Die Sache mit den afrikanischen Bodenschätzen, die westlichen Geheimdienste und Bergbauunternehmen, korrupte Politiker vor Ort, Attentate, all das wäre Stoff genug für einen spannenden, intelligenten Film mit Tiefgang. Sean Penn (auch Co-Autor und Produzent) ist eigentlich politisch engagiert genug für ein entsprechendes Sujet. Was ihn nun hier geritten hat, bleibt sein Geheimnis. In seinem Alter als perfekte Tötungsmaschine aufzutreten und dabei immer ein miesepetriges Gesicht zu zeigen, paßt irgendwie nicht zu Penns Psychogramm. Es sei denn, ihn reizte nur die üppige Millionengage. Das wäre für einen Schauspieler und Regisseur seines Kalibers allerdings zu billig. Andere beherrschen dieses Metier einfach besser.

Heinz-Jürgen Rippert

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Über heinzjuer13

Film- und Musikfan, Naturfreund
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