A World Beyond


A World Beyond - Walt Disney Germany

A World Beyond – Walt Disney Germany

Mit großer Starbesetzung wie George Clooney sowie enormem technischem und finanziellem Aufwand gedrehtes Science-Fiction-Märchen. Wer in dem Genre bewandert ist, kann durchaus einen gewissen Unterhaltungswert und Spaß darin sehen. Dagegen sind Gelegenheits-Sci-Fi-Gucker wahrscheinlich überfordert mit dieser endlosen, fantastischen, verwirrenden Spielerei

OT: Tomorrowland

USA 2015

Regie: Brad Bird

Buch: Brad Bird, Damon Lindelof

Darsteller: George Clooney, Britt Robertson, Judy Greer, Hugh Laurie, Kathryn Hahn

Länge: 130 Minuten

Verleih: Walt Disney Germany

Kinostart: 21. Mai 2015

Themenparks sind eine Spezialität der Disney Comany und haben weltweit viele Fans, Warum also nicht einen Sci-Fi-Realspielfilm darüber machen, alle möglichen technischen Tricks anwenden, einen George Clooney engagieren – Geld spielt bei einem dreistelligen Millionen-Budget keine Rolle, und womöglich zusätzlich ältere Zuschauer gewinnen, ein tröstendes Happy-End einplanen und das ganze in 3D auf die Leinwand bringen.

Gleich zweimal tritt der Erfinder Frank Walker ins Rampenlicht: Als ganz junger Erfinder (Thomas Robinson), der 1964 die Weltausstellung in New York besucht und einen selbstgebauten Raketenrucksack vorführen will. Gut 50 Jahre später als desillusionierter, grantelnder Erfinder (George Clooney), der vom Leben und Fortschritt frustriert ist.

Aus rechtlichen Gründen muß der amerikanische Titel „Tomorrowland“ – so heißen einige Zukunftsthemenparks – in anderen Ländern durch „A World Beyond“ ersetzt werden.

Und in diese Parallelwelt, dem Tomorrowland, darf der kleine Frank mal schnuppern. So sieht also die Zukunft aus. Alle Erfindungen werden zum Wohl der Menschheit verwendet. Lange sieht man nichts mehr von dem Jungen. Kein Wunder, 50 Jahre müssen überbrückt werden, bis Frank als zurückgezogen Lebender wieder ins Bild rückt. Dazu kommt Casey (Britt Robertson), die, wie damals Frank, an eine geheimnisvolle Anstecknadel gelangt. Sie soll Frank aufrütteln, denn in Tomorrowland wird fürchterliches geplant – Bösewicht David Nix (Hugh Laurie) steckt dahinter.

In dem Spektakel von Regisseur Brad Bird geht es nun um nichts weniger als die Rettung der Erde. So muß es sein. Der Zuschauer wird auf eine irrwitzige Berg- und Talbahnfahrt geschickt – warum das Ganze allerdings, das wird dem Normal-Sci-Fi-Fan nicht ganz klar. Wahrscheinlich handelt es sich um eine sich überschlagende Fantasie-Demonstration des Regisseurs und der technischen (Trick-) Möglichkeiten, die derzeit zur Verfügung stehen. Leider ist das zu dünn angerührt – ohne Substanz, aber voller Naivität. Von Humor wollen wir gar nicht sprechen. Selbst ein George Clooney kann diesen Film nicht retten.

Heinz-Jürgen Rippert

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Über heinzjuer13

Film- und Musikfan, Naturfreund
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