Spy – Susan Cooper Undercover


Spy - Susan Cooper Undercover - Foxfilm

Spy – Susan Cooper Undercover – Foxfilm

Von der unscheinbaren CIA-Schreibtisch-Maus zur schrillen, erfolgreichen Undercover-Agentin. Melissa McCarthy als CIA-Agentin Susan Cooper, die erfolgreich nicht nur Bösewichter bekämpft, sondern auch das dominante Machotum in den Geheimdiensten. Eine schräge Slapstick-Komödie, die alle Register zieht, hier mal aus Frauensicht, mit viel Herz und Temperament

OT: Spy

USA 2015

Buch + Regie: Paul Feig

Darsteller: Melissa McCarthy, Jude Law, Jason Statham, Rose Byrne, Morena Baccarin, Bobby Cannavale

Länge: 120 Minuten

Verleih: Fox Deutschland

Kinostart: 4. Juli 2015

Paul Feig hat einen Agentenfilm gedreht, der alles aus feministischer Perspektive sieht und diese Männerdomäne gehörig durcheinanderwirbelt. Was könnte wirkungsvoller sein, als die Hauptrolle Susan Cooper mit einem Antitypen zu besetzen. Melissa McCarthy hat diese Qualitäten, sie ist die reinste Wuchtbrumme, ist schrill, schlau und gar nicht auf den Mund gefallen.

Vor allem ist sie unsterblich verliebt in den Star-Agenten Bradley Fine (Jude Law), dessen Aktionen sie per Bildschirm vom Keller der CIA-Zentrale aus steuert. Eine akurate Analystin – mit dem Traum, draußen selbst mal als Agentin zu wirken. Der wird schneller erfüllt, als Susan sich das vorstellen kann. Denn Bradley Fine kommt während eines Einsatzes ums Leben und sie ergreift ihre Chance als Undercover-Agentin. Kollege John Ford (Jason Statham) ist einfach zu bekannt. Und die beherzte, übergewichtige, resolute Ersatzspionin Cooper kann endlich einmal ihre Nahkampfkenntnisse, die sie sich während ihrer Ausbildung angeeignet hat, in der Praxis anwenden – hofft sie zumindest. Es gilt ja immerhin skrupelose Waffenhändler dingfest zu machen, damit keine Atomwaffen in die falschen Hände geraten.

Das ist der Stoff für eine temporeiche, bissige Slapstick-Komödie, in der Eitelkeiten, Machoallüren und Draufgängertum veralbert werden. Eine Agenten- oder 007-Parodie vom Feinsten. Regisseur Paul Feig läßt seine Muse Melissa McCarthy – es ist ihr dritter gemeinsamer Kinofilm – am Anfang etwas linkisch, dann mit immer mehr Power über die Leinwand wirbeln, vor den Kulissen von Budapest, Paris und Rom. Fluchen kann sie wie ein Bierkutscher, Herz hat sie ein großes und Mumm noch obendrein. Da finden sich Stars wie Jude Law und besonders Jason Statham, als durch den Kakao gezogene Action- und Agentenhelden wieder. Die Story selbst ist dünn – aber durch und durch lustig, gespickt mit viel Selbstironie.

Aberwitziges, anarchisches Unterhaltungskino, das einfach Spaß macht.

Heinz-Jürgen Rippert

 

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Über heinzjuer13

Film- und Musikfan, Naturfreund
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