Hockney


Hockney - Arsenal Filmverleih

Hockney – Arsenal Filmverleih

Kurzweiliges Porträt eines der einflußreichsten Künstler der Gegenwart. Der sympathische Engländer, mittlerweile 78 Jahre alt, ist Multitalent, exzessiver Raucher und würde am liebsten mehr als sieben Tage in der Woche malen, zeichnen, modellieren und fotografieren. Ein behutsamer und sorgfältig gemachter Dokumentarfilm ist Randall Wright da gelungen

Großbritannien/USA 2014
Regie: Randall Wright
Mit: David Hockney, Colin Self, Arthur Lambert, Don Barchardy, Celia Birtwell, John Kasmin, Wayne Sleep
Länge: 113 Minuten
Verleih: Arsenal Filmverleih
Kinostart: 15. Oktober 2015

Er stammt aus dem eher düsteren Yorkshire und kann es sich heute aussuchen, wo er wohnen will – gerne im sonnigen Kalifornien. David Hockney erzählt entspannt, mit vornehmen Akzent aus seinem langen Leben (78 Jahre) und gewährt Einblicke in altes Foto- und Filmmaterial. Den meisten ist er wahrscheinlich schon mal irgendwo in den Medien aufgefallen – mit den strohblond gefärbten Haaren und der großen, schwarzen, dickwandigen, runden Brille.

Ein unübersehbarer Gegenstand, und dem gegenständlichen hat er sich in den sechziger Jahren, nach dem Kunststudium am Royal College of Art in London, zugewandt. Hockneys Bilder sind meist hell, bunt, in freundlichen Farben gehalten. Und gute Laune strahlen sie auch aus. Nicht umsonst wird der Künstler zu den Vertretern der Pop Art gerechnet, obwohl er das gar nicht so mag.

Freunde, Weggefährten kommen zu Wort und sorgen für Abwechslung. Eindrücke seiner meist sehr großformatigen Bilder lassen einen Blick in die Hockneys Phantasie zu. Er liebt Sonnenaufgänge im Sunshine-State Kalifornien, Swimmingpools und wuchernde Pflanzen im Garten. Seine Kindheit verbrachte er in räumlicher Enge mit vier Geschwistern. Der passionierte Raucher, der allerdings das Trinken vor fünfzehn Jahren aufgab, war dagegen nie ein lauter Protestierer. Er nutzte vielmehr seine Bilder, um gegen Mißstände sein Mißfallen zu äußern – etwa die Diskriminierung und Sanktionierung von Homosexuellen.

Das steht diesem sympathischen Künstler mit den guten Manieren. Und sich jetzt mit seinen Werken auseinanderzusetzen, das wäre ihm, da können wir sicher sein, durchaus willkommen. Da hätte der handwerklich sorgfältig gemachte Film seinen Sinn erfüllt.

Heinz-Jürgen Rippert

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Über heinzjuer13

Film- und Musikfan, Naturfreund
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