Malala – Ihr Recht auf Bildung


Malala - Ihr Recht auf Bildung - Fox Germany

Malala – Ihr Recht auf Bildung – Fox Germany

Davis Guggenheim hat in seiner Dokumentation ein Porträt der bisher jüngsten Trägerin des Friedensnobelpreises entworfen: Malala Yousafzai – heute 18 Jahre alt. Das pakistanische Mädchen, klug, mutig, mußte ein Schicksal ertragen und durchleiden, woran andere zerbrochen wären. Sie steht für einen couragierten Geist in unserer Zeit, der nicht aussterben darf, bedeutet er doch Hoffnung für so viele Kinder in dieser Welt

OT: He named me Malala
USA 2015
Regie: Davis Guggenheim
Mit: Malala Yousafzai, Ziauddin Yousafzai, Mobin Khan
Länge: 87 Minuten
Verleih: Fox Germany
Kinostart: 22. Oktober 2015

Die Tatsachen sind bekannt. Pakistan. 2012 wird ein Schulbus von den Taliban überfallen, die dem damals 15jährigen Mädchen Malala Youfzai in den Kopf schießen – höchste Lebensgefahr. Doch wie durch ein Wunder überlebt Malala das schreckliche Attentat. Erst in Peschawar/Pakistan, danach in Großbritannien operiert. Zuerst mußte sie ihre Sprache wiederfinden, dann wieder laufen lernen. Sie hat es geschafft – aber ihr Gesicht ist immer noch halbseitig gelähmt. Nur ihre Courage hat sie nicht verloren.

Das kommt nicht von ungefähr. Malalas Vater Ziauddin Yousafzai, ein ehemaliger Lehrer ist seit längerem Aktivist und Redner für ein selbstbestimmtes islamisches Leben , hat sie mit zu dem geformt, was sie letztlich weltberühmt machte. Man kann es am Original-Titel „He named me …“ erkennen. Wir erleben dieses Engagement für eine weltweite Bildung aller Kinder bei ihrer Rede vor den Vereinigten Nationen in New York. Die Krönung, die Verleihung des Friedensnobelpreises 2014 in Oslo wird uns natürlich nicht vorenthalten.

Das wäre aber zu einfach für einen abendfüllenden Dokumentarfilm. Also setzt Regisseur Guggenheim den offiziellen Aufnahmen, private Sequenzen entgegen – vom Exilort der Familie Yousafzai in England, Malalas Schule, ihre zwei jüngeren Brüder, mit denen sie sich öfters in Haare kriegt, ihre Vorlieben was Jungs angeht: Brad Pitt und Roger Federer scheinen da ganz oben zu stehen. Und Kricket-Spiele sieht sie ebenfalls gerne im Fernsehen.

Das sorgt für entsprechende Auflockerung. Sonst würde der Film im Pathos ertrinken. Die gezeichneten Animations-Szenen über eine legendäre Freiheitskämpferin fügen sich passend in die Schnitt-Dramaturgie ein, auch die Auftritte Malalas bei Präsident Obama oder bei Oprah Winfrey.

Es bleibt die Frage, wie dreht man einen richtig guten Film über eine Heilige. Es existieren leider nicht so viele dieser Wesen auf der Welt, deshalb kann das auch keiner üben.

Heinz-Jürgen Rippert

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Über heinzjuer13

Film- und Musikfan, Naturfreund
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