Die Melodie des Meeres


Die Melodie des Meeres - KSM

Die Melodie des Meeres – KSM

Für Kinder wie für Erwachsene ist das irische Animationsmärchen gedacht und gemacht. Es beruht auf alten keltischen Mythen und ist äußerst liebevoll produziert worden. Genau die passende Kino-Unterhaltung für Leute, die sich gerne – besonders zu Weihnachten – auf ungewöhnliche Art verzaubern lassen wollen

OT: Song of the Sea

Irland/Luxemburg/Belgien/Frankreich/Dänemark

Regie: Tomm Moore

Buch: Will Collins, Tomm Moore

Länge: 93 Minuten

Verleih: KSM

Kinostart: 24. Dezember 2015

Wenn es um irisch-keltische Mythologie geht, kann nur eine Sage im Mittelpunkt stehen. Für die cineastische Umsetzung ist zur Zeit Tomm Moore erste Wahl. Der irische Regisseur setzt diese Stoffe liebevoll und atmosphärisch um, in einem ganz eigenen künstlerischen Stil. Seine überwiegend handgemachten Animationsfilme haben inzwischen internationale Beachtung bekommen, „Brendan und das Geheimnis von Kells“ erhielt schon eine Oscar-Nominierung. „Die Melodie des Meeres“ erfuhr die gleiche Ehrung.

Die Kinder Saoirse und Ben leben mit ihrem Vater in einem Leuchtturm. Sie vermissen ihre Mutter sehr, die eines Tages einfach so verschwand. Besonders Ben denkt immer an die Momente zurück, als Mutter ihm phantastische Geschichten erzählte. Dabei haben es ihm verzauberte Wasserwesen immer besonders angetan. Lebewesen, die sich in der rauhen irischen See tummeln. Mit Saoirse hat Ben dagegen Probleme, denn sie kann nicht sprechen. Und Vater Conor spricht nicht gerne, frisst alle Probleme eher in sich hinein.

Seine Mutter nimmt die Kinder eines Tages mit zu sich in die Stadt. Dort wären sie ihrer Meinung nach besser aufgehoben. Ben möchte unbedingt wieder zurück und haut nachts mit seiner Schwester ab. Seltsame magische Wesen entführen und bitten sie um Beistand. Aber die Geschwister wissen nun, dass sie, um alle Zauberwesen zu retten, unbedingt ans Meer zurück müssen. Das gilt auch für Saoirse, denn sie ist wie ihre Mutter, ein „Selkie“, ein Misch- oder Zwischenwesen zwischen Mensch und Robbe. Nun wird es erst recht spannend. Es gilt noch einiges herauszufinden.

Tomm Moore und sein Team braucht keine 3D-Technik, um genügend Magie in seine märchenhafte Welt zu hauchen, weil die Zeichner und Techniker sich noch als kreative Handwerker verstehen – und der ebenfalls handgemachte Soundtrack aus melancholisch-sehnsüchtigen Balladen besteht.

Ein poetisches Vergnügen für die ganze Familie – nicht nur zu Weihnachten.

Heinz-Jürgen Rippert

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Über heinzjuer13

Film- und Musikfan, Naturfreund
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