Jane Got a Gun


Jane Got a Gun - SquareOne Entertainment/Universum

Jane Got a Gun – SquareOne E./Universum

Natalie Portman mal ganz anders, in einem Western, der nicht anders ist oder sein kann. Schießen kann sie, das muss man ihr lassen. Es wird also viel geschossen in diesem Neo-Western – aber um die Liebe wird gleichermaßen gekämpft. Die Heldin des Films steht zwischen zwei Männern und zusätzlich einer ganzen Bande von Halsabschneidern gegenüber. Die Portman schlägt sich dabei ganz gut

USA 2015
Regie: Gavin O‘ Connor
Buch: Brian Duffield, Anthony Tambakis, Joel Egerton
Darsteller: Natalie Portman, Noah Emmerich, Ewan McGregor, Rodrigo, Santoro, Joel Egerton, Boyd Holbrook, Sam Quinn
Länge: 98 Minuten
Verleih: Universum Film
Kinostart: 31. Dezember 2015

Es ist komisch. Wenn man sich vorstellt, dass die Menschen in einsamen Hütten irgendwo in der Weite des Wilden Westens Tag für Tag vor sich hinfristen müssen. Eigentlich will man das auch gar nicht wissen, sondern harrt den Ereignissen entgegen. Dafür haben die Macher um Gavin O’Connor gesorgt.

Die attraktive Jane wohnt mit ihrem Kind in solch einer Hütte. Schon seltsam, wie gut das Make-up mitten in der kargen und staubigen Landschaft New Mexicos sitzt. Egal. Jane (Natalie Portman) muß sich um ihren Mann Bill kümmern. Wir befinden uns im Jahr 1871, der Bürgerkrieg ist vorbei und die Zeiten sind chaotisch und anarchisch. Bill (Noah Emmerich) ist gerade vor dem Haus vom Pferd gefallen, weil einige Kugeln in ihm stecken. Seine Frau puhlt die Geschosse – Whisky dient als erprobtes Narkosemittel – wieder heraus. Eine patente Frau. Man sollte eben vielseitig sein in der Einöde.

Dann bringt sie ihre kleine Tochter in Sicherheit, reitet in das nächste Städtchen, um dort Munition und Dynamit zu kaufen. Hinter der blutigen Tat steckt nämlich die berüchtigte Bishop-Bande. Diese Halunken sind Jane nicht ganz unbekannt. Vor vielen Jahren zwang sie Banden-Boss John Bishop (Ewan McGregor) in ein Bordell. Es sind also noch einige andere Rechnungen offen.

Da die couragierte Jane – so hat sich also das Rollenverständnis der Frau im Western-Genre ebenfalls verändert – natürlich nicht alleine gegen eine niederträchtige Übermacht bestehen kann, braucht sie einen zuverlässigen Bundesgenossen, den sie zufällig in ihrem ehemaligen Verlobten Dan Frost (Joel Egerton) findet. Den versierten und verbitterten Revolvermann hat sie lange nicht gesehen.

Nun kommt, was beim klassischen Western immer kommen muss, die Rache, der Shoot
down in und um Janes Haus. Und der wird hochexplosiv und bleigetränkt. Interessant ist dabei der klare Hell-Dunkel-Kontrast: Wenn nicht geschossen wird gleitet die Kamera durchs grelle Sonnenlicht, während der großen Schiesserei muss die Kamera das Halbdunkel, den düsteren Hintergrund der Holzwände visualisieren. Das Aufblitzen der Explosionen und die Mündungsfeuer setzen dem I das Tüpfelchen auf.

Optisch opulent und sehenswert gemacht. Inhaltlich jedoch keine großen Überraschungen. Was aus Janes Männern wird oder vielmehr Jane und ihren Männern, das lassen wir mal offen.

Heinz-Jürgen Rippert

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Über heinzjuer13

Film- und Musikfan, Naturfreund
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Eine Antwort zu Jane Got a Gun

  1. Bogartus schreibt:

    Hat dies auf Bogartus Welt rebloggt.

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