Dirigenten – Jede Bewegung zählt


Dirigenten - Jede Bewegung zählt - Mindjazz Pictures

Dirigenten – Jede Bewegung zählt – Mindjazz Pictures

Was machen eigentlich Dirigenten? Wie lernen sie ihren Beruf? Worauf kommt es an, wenn ein Nachwuchsdirigent mit einem neuen Orchester arbeiten muss? Was macht sie aus? Vor allem, wie reagieren sie unter Zeit- und Konkurrenzdruck? Der Filmemacher versucht Antworten zu finden und beobachtete fünf Kandidaten beim Finale des Georg-Solti-Wettbewerbs in Frankfurt am Main

OT: Conducti – Every Move Counts
Deutschland 2015
Buch + Regie: Götz Schauder
mit: Aziz Shohakimov, Andreas Hotz, Shizuo Z Kuwahara, Alondra de la Parra, James Lowe
Länge: 84 Minuten
Verleih: Mindjazz
Kinostart: 28. Januar 2016

Für angehende oder Jung-Dirigenten stellt der alle zwei Jahre stattfindende Georg-Solti-Wettbewerb in Frankfurt/Main eine besondere Herausforderung dar. 500 und mehr Talente bewerben sich dafür – aus aller Welt. Bei der Entausscheidung sind noch 24 Kandidaten übrig. Gerade wegen des immer härter werdenden Konkurrenzdrucks, ist das Interesse an diesem renommierten Auswahlverfahren ungebrochen.

aus: Dirigenten - Jede Bewegung zählt - Mindjazz

aus: Dirigenten – Jede Bewegung zählt – Mindjazz

Der Dokumentarfilmer Götz Schauder hat fünf von ihnen begleitet, sie beobachtet und mit ihnen gesprochen: Aziz Shokhakimov aus Usbekistan, Alondra de la Parra aus den USA, Shizuo Z Kuwahara aus Japan, James Lowe aus England und der Deutsche Andreas Hotz. Es sind die fünf Auserwählten für die Endrunde. Einer/eine kann nur gewinnen.

30 Minuten haben die jungen Dirigenten Zeit, mit den Orchestern zu proben, den besten Orchestern der Mainmetropole. Die Musiker sollen auch so spielen, wie dirigiert wird. Jetzt kommen wir zur spannenden Frage, wie bringt man eingefleischte und routinierte Instrumentalisten dazu, eigene Vostellungen zu vermitteln und vor allem ernst genommen zu werden. Ausdruckskraft, nonverbale wie verbale Kommunikation, Persönlichkeit zu haben, ohne überheblich zu wirken, gehören sicher dazu. Wie allerdings der große Dirigent und Namensgeber der Veranstaltung, Sir Georg Solti einmal bemerkt habe, bleibe es nach wie vor ein Geheimnis, warum die einen dirigieren können und die anderen nicht.

aus: Dirigenten - Jede Bewegung zählt - Mindjazz

aus: Dirigenten – Jede Bewegung zählt – Mindjazz

Für die fünf Kandidaten sind derartige Überlegungen überflüssig oder werden verdrängt. Jeder/jede versucht mit den persönlich vorhandenen Mitteln eine Brücke zu den Musikern zu schlagen, sei es mit Eloquenz, Enthusiasmus, Humor, sei es mit Wissen, Intellekt, Präzision oder Überzeugungskraft – nicht einfach, wie das rüberkommt zu den beiden hochkarätigen Orchestern, dem HR-Sinfonieorchester und dem Frankfurter Museums- und Opernorchester.

Auch wenn der Zuschauer über wenig Hintergrundwissen von der klassischen Musik verfügt, kann er sich von der Anspannung, Erleichterung, Suggestion und Magie dieses schweren Berufes anstecken oder sich ein wenig treiben lassen – und sich freuen oder lieber ärgern mit oder über den Gewinner. Im übrigen winkt auch den „Verlierern“ ein gutes Auskommen und eine ansprechende Karriere.

Heinz-Jürgen Rippert

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Über heinzjuer13

Film- und Musikfan, Naturfreund
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