Plötzlich Papa


Plötzlich Papa - Tobis Filmverleih

Plötzlich Papa – Tobis Filmverleih

Seit „Ziemlich beste Freunde“ ist Omar Sy der französische Star des Gute-Laune-Kinos. Im neuen Film „Plötzlich Papa“ hat er die Locations gewechselt und sorgt für Schenkel-Klopfer an der Côte d’Azur und in London. Dabei hat der Sorglos-Single eigentlich keinen Grund dazu. Er erfährt, dass er Vater einer kleinen Tochter ist, und braucht zwei Stunden, bis er ein anderer Mensch geworden ist. Das verdirbt nicht die Laune, ist an manchen Tagen vielleicht besser, als bei diesem Winterwetter draußen herumzulaufen

OT: Demain tout Commence

Frankreich 2016

Regie: Hugo Gélin

Buch: Hugo Gélin, Mathieu Oullion, Jean-André Yerles

Darsteller: Omar Sy, Clémence Poésy, Antoine Bertrand, Ashley Walters, Gloria Colston, Clémentine Célarie, Anna Cottis, Raphael Blumentahl

Länge: 118 Minuten

Verleih: Tobis Film

Kinostart: 5. Januar 2017

Was verbindet der Freund des französischen Happy-Kinos mit dem Namen Omar Sy: Ständig gute Laune, lockere Sprüche, es krachen lassen, mit Sex-Appeal kokettieren, einfach nicht erwachsen werden. Paradeeigenschaften, die Sys Filmen volle Kassen bescherte.

Plötzlich Papa - Tobis Filmverleih

Plötzlich Papa – Tobis Filmverleih

Darauf kann man aufbauen, haben sich die Macher um Hugo Gélin gesagt, und im neuen Werk die Handlung zuerst an der Côte d’Azur angesiedelt, wo der Tausendsassa einen Boots- und Yachtführer darstellt, der die solvente Kundschaft an der Küste hin- und her schippert. Anschließend mit den weiblichen Schönheiten einen Apres Yacht zu nehmen, um hinterher die Damen gleich noch zu vernaschen. Ein sorgloses Leben.

Das jäh unterbrochen wird. Ein flotter Dreier ist noch drin, dann steht eine junge Frau, Kristin (Clémence Poésy), auf der Pier mit einem Baby im Arm und bittet den verdatterten Samuel, sich um die kleine Gloria zu kümmern. Sie selbst wäre als Mutter überfordert. Sprach’s und verschwindet mit einem Taxi. Das kann den Frauenheld nicht erschüttern – doch, zuerst ein wenig schon – und sitzt im Flugzeug Richtung London mitsamt Baby, um Kristin dort zu suchen. Finden tut er sie nicht, dafür einen freundlichen, schwulen, französischen Filmproduzenten Bernie (Antoine Bertrand), der ihm Wohnraum anbietet.

Was will man mehr. Töchterchen bekommt einen bunt ausgestatteten Loft. Samuel einen Job von Bernie als Stuntman. Und die nächsten acht Jahre ziehen im Schnelldurchlauf vorbei. Ein starkes, lebenslustiges Team bilden nun Vater und Tochter. Wie eine gut geölte Maschinerie kommt einem das Ganze vor. Natürlich blitzen hie und da witzige und originelle Einfälle auf. Dennoch alles wirkt glatt, perfekt, gewollt, auch wenn Omar Sy und vor allem Tochter Gloria (Gloria Colston) als sympathische Figuren erscheinen, die gegen den finalen Druck auf die Tränendrüse obendrein recht machtlos sind.

Dann taucht plötzlich Kristin auf, die in New York wohnt. Sie hat Sehnsucht nach ihrer Tochter und weiß nicht, dass Samuel Gloria von einer Mutter geflunkert hat, die weltweit als Agentin unterwegs ist. Clémence Poésys Rolle erweist sich nun als interessant. Wer hätte das gedacht, diese Ambivalenz, sogar mit einigen Facetten. Trotzdem – den Film möglichst nur anschauen, wenn man wirklich nichts besseres zu tun hat. Oder – das mexikanische Original, das auf DVD erhältlich ist, sich zu Gemüte führen. Diese Version soll mit Abstand besser sein.

Heinz-Jürgen Rippert

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Über heinzjuer13

Film- und Musikfan, Naturfreund
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